Wien – kein klassischer Besuch

Wien erleben – zwischen Winterzauber, Osterdeko & spontanen Food-Entdeckungen

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Von unserem Zuhause am Chiemsee ist es fast schon ein kleiner Luxus: In nur etwa drei Stunden bringt dich der Zug direkt in eine der schönsten Städte Europas – nach Wien. Perfekt für einen spontanen Städtetrip!

Mein erster Tipp gleich vorweg: Buche dein Ticket unbedingt bei der ÖBB und nicht bei der Deutsche Bahn. Bei uns war sogar die 1. Klasse inklusive Sitzplatzreservierung günstiger als die 2. Klasse – und gerade im Railjet lohnt sich das total. Viel Beinfreiheit, bequeme Sitze – besonders, wenn man groß ist oder lange Beine hat.


Wien im Winter vs. Wien im Frühling

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Vor zwei Jahren waren wir schon einmal zur Vorweihnachtszeit in Wien – und ich kann wirklich sagen: Das ist eine der schönsten Reisezeiten überhaupt.

Die Stadt wirkt wie ein echtes Winter Wonderland mit unzähligen Weihnachtsmärkten,Lichterketten an jeder Ecke und dem Duft von Punsch und gebrannten Mandeln.

Dieses Mal haben wir Wien jedoch ganz anders erlebt – rund um Ostern, mit viel Farbe und verspielter Dekoration. Besonders rund um das Schloss Schönbrunn wird es richtig kreativ. Die Wiener nehmen auch das Thema Ostern ziemlich ernst.


Unterkunft & erste Eindrücke

Wir hatten ein Appartement etwa 10 Gehminuten vom Schloss Schönbrunn entfernt – eine richtig angenehme Lage, etwas ruhiger, aber trotzdem gut angebunden.

Da wir zu einer Veranstaltung eingeladen waren, spielte sich unser Wochenende größtenteils in dieser Gegend ab. Schon am Freitag nach der Ankunft haben wir beim Aufbau geholfen und sind danach erstmal essen gegangen – und dabei einen echten Glückstreffer gelandet.


Food-Highlight: Zufallsfund mit Wow-Effekt

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Ohne groß zu recherchieren sind wir bei Jin’s Ramen gelandet – einfach, weil wir Hunger hatten.

Und was soll ich sagen:
Es war unglaublich gut.

Wir durften die besten Dumplings, die ich seit Langem gegessen habe genießen und hatten anschließend noch intensive Ramen mit selbst gemachten Nudeln.

Erst ein paar Tage später habe ich herausgefunden, dass das tatsächlich ein viraler Foodspot in Wien ist.
Wir fanden es so gut, dass wir direkt am nächsten Tag nochmal hingegangen sind.


Ein Abend im 2. Bezirk & eine kleine Panne

Am Abend haben wir uns mit einer Freundin im 2. Bezirk getroffen – bei heißer Schokolade und langen Gesprächen. Sie hat uns viel über Wien erzählt, vor allem über den 22. Bezirk, wo aktuell extrem viel gebaut wird und der sich wohl stark entwickelt.

Zurück in unserer Unterkunft kam dann der Klassiker:

  • nichts eingekauft
  • alle Einkaufsmöglichkeiten hatten seit 18 Uhr oder 19 Uhr geschlossen

Also haben wir Essen bestellt, was sich als großer Fehler entpuppte. 

Nach zwei Stunden (es war inzwischen Mitternacht!) kam die Nachricht:
Der Fahrer hatte angeblich einen Unfall – Lieferung verzögert sich…

Erst dann haben wir die katastrophalen Bewertungen gelesen und nicht mehr mit unserer Lieferung gerechnet. 

Also haben wir nochmal woanders bestellt – und am Ende kamen beide Bestellungen fast gleichzeitig an.
Ob der Unfall echt war? Wer weiß.
Wir hatten auf jeden Fall viel zu viel Essen und eine ziemlich lustige Story. 

Das passiert eben, wenn Dorfkinder in der Stadt unterwegs sind. 


Die Veranstaltung & ein kleiner Realitätscheck

Am Samstag fand dann die eigentliche Veranstaltung statt – ein Networking-Event mit Coaches und Speakern.

Ganz ehrlich:
Das ist nicht so meine Welt.

Ich habe mich eher zurückgezogen und mir Vorträge angehört, während mein Partner komplett aufgeblüht ist und einfach Leute angesprochen hat. (Ich bewundere das sehr – ich bin dafür viel zu schüchtern )

Wir waren am Vormittag und Nachmittag für je etwa 2-3 Stunden vor Ort, um unser Projekt zu betreuen. 

Dazwischen waren wir im Appartement, weil der Input doch sehr hoch war, und haben Teile unserer Essensbestellung vom Vorabend gegessen. 


Kultur am Sonntag: Wien klassisch

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Am Sonntag hieß es dann: abbauen und noch ein bisschen Wien mitnehmen.

Wir waren mit dem 24 Stunden Ticket unterwegs (war wir eigentlich nicht gebraucht hätten, Hin und Rückfahrt hätten auch gereicht). Im MuseumsQuartier haben wir unter anderem die Hofburg und das Sisi Museum angeschaut.

Nebenbei haben wir auch eine Demonstration zum Iran-Israel-Konflikt mitbekommen – ein Moment, der nochmal gezeigt hat, wie politisch und lebendig diese Stadt ist.

Alles in Allem kein „klassischer“ Besuch in Wien, wir hatten aber Spaß und durften Wien einmal von einer anderen Seite erleben.